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Aktuelles

Gedanken zur Hl. Edith Stein 2018

Am 09. August begeht die katholische Kirche den Gedenktag von Theresa Benedicta vom Kreuz, der Hl. Edith Stein, die an diesem Tag vermutlich im Konzentrationslager in Auschwitz-Birkenau 1942 ermordet wurde.

Unser Haus bekam bei seiner Einweihung diesen Namen der Europa Heiligen Edith Stein. In der Gedenkstätte Walhalla in Donaustauf bei Regensburg gibt es u.a. eine Büste von ihr, im Gedenken an eine große Persönlichkeit Deutscher Geschichte. Viele Einrichtungen in Deutschland und Europa tragen ihren Namen und es gibt die Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland e.V. mit Sitz in Speyer, die sich mit dem Leben der Märtyrerin und Heiligen intensiv befasst.

Ich werde des Öfteren von Gästen gefragt, warum dieses Haus in Parchim den Namen der Hl. Edith Stein bekam. Nun, sie verkörpert aus ihrer Lebensgeschichte her genau den Charakter von dieser Einrichtung. Zum einen war Edith Stein eine Gelehrte und ihr zweiter Lebensweg eine Ordensschwester als Karmeliterin. Beide Bereiche Ihres Lebens sind in diesem Hause gegeben. Bildungsveranstaltungen verschiedenster Art wechseln sich mit Einkehr, Besinnung und Exerzitien ab und verkörpern somit das Leben dieser Heiligen.

„Mein Leben beginnt jeden Morgen neu und endet jeden Abend. Pläne und Absichten darüber hinaus habe ich keine, das heißt, es kann natürlich zum Tageswerk gehören, vorauszudenken – ein Schulbetrieb zum Beispiel ist ja ohne dies unmöglich -, aber eine „Sorge“ für den kommenden Tag darf es nie sein.

Dass wir es mehr und mehr lernen, jeden Tag und jede Stunde in die Ewigkeit hineinzubauen – dazu wollen wir uns gegenseitig im Gebet helfen.“

Auszug aus einem ihrer Briefe

 

Diese Worte sollen anregen zum Nachdenken für unser eigenes Leben. Wie fühlen wir uns so manches Mal drangsaliert von Zeitdruck, Aufgaben, Plänen usw.. Wie oft begeben wir uns morgens zur Arbeit, mit den Gedanken, was muss alles geschafft werden und zum Feierabend machen wir Abrechnung, was haben wir von unseren Vorhaben und Vorgaben wirklich erledigt. Und wie schnell kommt dann diese „Sorge“, von der die Hl. Edith Stein schreibt, bei uns auf. In der heutigen Zeit trifft diese „Sorge“ leider immer mehr zu. Und selbst im Urlaub wollen wir so viel wie möglich erleben, sehen, erfahren und erreichen.
Wir sollten es wirklich lernen, jeden neuen Tag, der uns geschenkt wird, so zu nutzen, dass er am Ende nicht der Abrechnung bedarf, sondern der großen Dankbarkeit, ihn in so vielfältiger Weise erleben zu dürfen. In der Dankbarkeit für, täglichen Speis und Trank, die Natur, die Familie und Freunde, die Arbeit, die Freizeit, die Unterhaltung und den Sport, die Bewegung und unseren Glauben an den dreieinigen Gott.

Gebet

Gott, wir danken Dir, dass Du uns Edith-Stein, unsere Schwester Teresia Benedicta vom Kreuz, gegeben hast. Du hast uns gezeigt, dass die Wissenschaft uns helfen kann, Dich zu finden und die Menschen als unseren Nächsten zu lieben. Edith Stein lehrt uns, den Alltag zu meistern und die Bedrängnisse unseres Lebens in der Kraft des Glaubens zu überwinden. Wir bitten Dich, bestätige ihr Leben und Werk, damit es in unserer Zeit zum Vorbild für die Menschen werden kann.
Amen.

Ihr Lothar Pfeil und sein Team vom ESH wünschen Ihnen eine frohe, gesunde und gesegnete Sommer- und Urlaubszeit und einen goldigen Herbst 2018! Und sollten Sie in der Nähe sein, schauen Sie ruhig mal rein, wir freuen uns auf Ihren Besuch in einem Haus, wo der Geist der Hl. Edith Stein lebt.

Gedanken zum Pfingstfest 2018

Das Kommen des Heiligen Geistes:
„Als der Tag für das Pfingstfest gekommen war, waren sie alle beisammen am gleichen Ort. Da erhob sich plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie weilten. Es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten und einzeln herabsenkten auf einen jeden von ihnen; und alle wurden erfüllt von Heiligem Geist und fingen an, in anderen Zungen zu reden, so wie der Geist ihnen zu sprechen verlieh.
– Apg 2,1–4
Als sich nun dieses Brausen erhob, lief die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn es hörte ein jeder in seiner eigenen Sprache sie reden.
– Apg 2,6

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, liebe Gäste aus der Vergangenheit und der Zukunft und Unterstützer des Edith-Stein-Hauses Parchim!

Das geschah vor etwa 2000 Jahren und ist zu lesen in der Apostelgeschichte.esh pfingstbrief bild flamme

Wie glücklich würde ich sein, wenn dieses heute noch geschieht, das „VERSTEHEN“, wenn uns etwas gesagt, mitgeteilt wird. Egal, in welchem Bereich des Lebens dieses geschieht. Es ist so ungemein wichtig, die Worte zu hören, zu verstehen und auch zu begreifen sowie zu verinnerlichen. Dies muss nicht mit Sturm und Brausen und Feuerzungen erfolgen, es reicht wohl die eigene Anstrengung und der Wille, sich auf die Worte und Gesten, die als stilles Wort gelten – wie z.B. das kleine Kind was die Arme ausstreckt, um auf den Arm genommen werden möchte - des Gegenübers einzulassen. Sich konzentrieren und bereit zu sein zuzuhören, um zu erfahren, was mein Nächster von mir möchte. Egal, ob wir hier von Gottes Wort sprechen oder die Worte unseres Partners, unseres Kindes, unseres Nachbarn oder Kollegen, vielleicht auch eines Fremden hören. Wie oft passiert es uns, dass wir aneinander vorbeireden und es einfach nicht verstehen oder auch nicht verstehen wollen, was der Andere uns sagen will. Und noch schwieriger wird es, wenn Worte in einer fremden Sprache aus einer fremden Kultur in das Ohr dringen. Doch wir haben zum Glück nicht nur den Sinn des Hörens und des Sprechens von Gott geschenkt bekommen, sondern auch den Sinn des Sehens, des Schmeckens und des Tastens und Fühlen. Und mit all diesen Sinnen und unserem Wollen ist es uns möglich zu Hören. Zu hören in unserer ganz eigenen Sprache.

Lassen wir uns von ganzem Herzen darauf ein, den Hl. Geist in all seinen Sprachen und Formen, in denen er zu uns spricht, aufzunehmen, zu verinnerlichen und ihm zu folgen. Lassen wir uns darauf ein, wachsam, tolerant, warmherzig, barmherzig, hilfsbereit, aufopfernd gegenüber dem Anderen zu sein. Zeigen wir, dass wir Willens sind, Pfingsten als solches was es bedeutet: „Das Kommen des Heiligen Geistes auf uns.“, anzunehmen und das damit verbundene Ende der österlichen Zeit zu begehen. Christus wurde geboren, ans Kreuz geschlagen, er ist Ostern auferstanden von den Toten, er ist an Himmelfahrt aufgestiegen zu seinem Vater im Himmel und verinnerlicht den Glauben an den dreifaltigen Gott mit dem Pfingstfest, dem Fest des Hl. Geistes.

esh pfingstbrief bild taubeUnd wenn Sie Lust haben, als Familienkreis, Jugendkreis oder Seniorenkreis, als Chor oder ganz privat in Zukunft das Pfingstfest hier im Edith-Stein-Haus erleben zu wollen, so seien Sie jetzt schon: „Ganz herzlich willkommen!“.

Ihr Lothar Pfeil und sein tolles Team vom ESH wünschen Ihnen ein frohes, gesundes und gesegnetes Pfingsten 2018!