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Grußwort zur Fastenzeit

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Mitstreiter des Edith-Stein-Hauses in Parchim.

Am 17. Februar beginnt die diesjährige Fastenzeit, sehr früh und eigentlich noch mitten im Winter. Geplant war, dass Kinder mit Behinderungen das Edith-Stein-Haus mit Leben erfüllen wollten und sollten. Doch leider sind zu Lasten der Kinder diese Tage aus bekanntem Grund ausgefallen. Nein, sie wollten darauf nicht verzichten, ja sie wollten erfahren, was der Aschermittwoch bedeutet und den Sinn der Fastenzeit und des Osterfestes erklärt bekommen. Letztes Jahr waren diese Kinder auch hier im Haus und waren traurig, dass sie Jesus an`s Kreuz genagelt sahen. Sie fragten, wer das getan hat und warum? Und wir Erwachsenen, was denken wir, wenn wir ein Kreuz sehen mit dem Gekreuzigten? Sind auch wir traurig und fragen nach den Schuldigen, nach dem Warum, Wieso und Weshalb? Okay, wir wissen, dass es so sein musste, damit Jesus den ihm vorgeschriebenen Weg, den Weg bis an das Kreuz und in den Tod gehen musste, damit er auferstehen kann am dritten Tag, um uns alle zu erlösen. Und so steht es schon bei Hiob 37/5 „Gott tut große Dinge, die wir nicht begreifen.“ Eigentlich doch unfassbar, dass der Vater seinen Sohn für uns opfert, damit dieser den Tod für uns besiegen kann. Und diese Fastenzeit, die mit dem Osterfest endet, verlangt von uns Opfer. Doch was opfere ich, auf was möchte ich verzichten, wie kann ich ganz persönlich mich einbringen und vorbereiten auf das österliche Fest? 2019 habe ich dazu viele Vorschläge und Anregungen gegeben. Sie können diese in unserem Archiv der ESH Homepage nachlesen und sich vielleicht neu inspirieren lassen. Eines steht fest, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom ESH sowie ich selbst wollten nicht auf die gebuchten Gäste aus den verschiedensten Bereichen des Lebens in dieser Zeit, der Fastenzeit, verzichten. Wir hatten uns gefreut, mit diesen Gästen die Zeit der Vorbereitung auf Ostern gemeinsam zu verbringen. Doch leider mussten wir erfahren, dass wir es nicht dürfen. Es ist schmerzlich und stimmt traurig, diese Umstände, die dazu führten, hautnah zu erleben. Vertrauen wir auf Gott, dass er uns die richtigen Impulse für die österliche Bußzeit gibt und wir uns darauf einlassen können. Dass wir uns freuen können auf Palmsonntag, die Karwoche mit dem Gründonnerstag, Karfreitag und der Osternacht. Dass wir all dieses in Gemeinschaft in den Gemeinden in unseren Kirchen feiern und begehen können. Unser Vater im Himmel wird uns nicht fallen lassen und das Kreuz, das wir zu tragen haben, wird nicht größer und schwerer sein als ER es uns zumutet und zutraut zu tragen. So können wir gestärkt aus dieser Fastenzeit kommen und mit freudigen Herzen das Osterfest feiern. Um dann zu singen,
Gl 326 „Wir wollen alle fröhlich sein in dieser österlichen Zeit, denn unser Heil hat Gott bereit. Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja. Gelobt sei Christus, Marien Sohn.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr / euer
Lothar Ansgar Pfeil
Geschäftsführer ESH