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Aktuelles

Herzlich Willkommen zum 2. Halbjahresprogramm

Das Edith-Stein-Haus steht Gruppen, Haus- und Familienkreisen sowie Gremien der Gemeinden zur Verfügung. Zahlreiche Menschen aus dem Erzbistum Hamburg und darüber hinaus haben diese Möglichkeiten in diesem und den vergangenen Jahren bereits genutzt. Bitte buchen Sie rechtzeitig Ihre Wunschtermine oder fragen Sie gern auch kurzfristig nach freien Terminen.

Herzlich eingeladen sind Sie aber auch zu den offenen Veranstaltungen im Edith-Stein-Haus, die von verschiedenen Referenten vorbereitet und begleitet werden. Ob zu den Singetagen, Exerzitien, der Familienwoche in den Sommerferien oder zum Musizieren im Advent – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses begrüßen Sie gern und sorgen dafür, dass Sie sich wohlfühlen, entspannen, besinnen können und Zeit haben für neue Entdeckungen und Erfahrungen.

Wir hoffen, dass Sie in dem vorliegenden Programm interessante Veranstaltungen für sich finden.

Damit Sie und wir besser planen können, bitten wir um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung.
Vielen Dank.

Wir freuen uns auf Sie!
Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Ulrike Schwarz
Kommissarische Leiterin ESH

HERZLICH WILLKOMMEN zum neuen Halbjahresprogramm.

Im Herbst 2015 wurde die Rektorin des Edith-Stein-Hauses und zum 30. November 2015 der langjährige Leiter in den Ruhestand verabschiedet. Seit dem 1. Dezember bin ich, Ulrike Schwarz, mit der kommissarischen Leitung beauftragt. Diese Zusatzaufgabe wurde mir neben der Leitung der Katholischen Familienbildungsstätte in Teterow befristet übertragen.

Durch meine bisherige Tätigkeit ist mir die Bildungsarbeit in Mecklenburg vertraut und durch meine langjährigen Kooperationsveranstaltungen auch das Edith-Stein- Haus. Zahlreiche Menschen tragen mit ihrer Zeit und ihrem Engagement in diesem Halbjahr wieder dazu bei, dass ein vielfältiges Programm angeboten werden kann. Auch Frau Dubiel und Diakon Dr. Handy bleiben mit der Begleitung verschiedener Kurse dem Edith-Stein-Haus und der Bildungsarbeit in Mecklenburg verbunden.

Wir hoffen, dass Sie in dem vorliegenden Programm interessante Veranstaltungen für sich entdecken, zu denen Sie herzlich eingeladen sind.

Damit Sie und wir besser planen können, bitten wir um eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung. Vielen Dank.

Wir freuen uns auf Sie!

Im Namen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ulrike Schwarz

Kommissarische Leiterin ESH

Festvortrag zum Jubiläum

20jähriges Jubiläum Edith-Stein-Haus Parchim

festvortrag2015 klein

Festvortrag von Frau Prof. Wulf zum 20jährigen Jubiläum

Der vollständige Festvortrag als PDF-Datei (Alle Rechte bei der Verfasserin C. M. Wulf)

Das Edith-Stein-Haus verdankt seinen Namen der Philosophin Edith Stein. Nachdem sie mit 14 Jahren sich vom Glauben der Väter verabschiedet hatte, brachte eine philosophische und existentielle Wahrheitssuche sie auf die Spur des christlichen Glaubens. Teresa von Avila bezeugt in ihrer Autobiographie, dass die Wahrheit eine Person ist, die man nur liebend begreifen kann und die den Menschen in seiner Würde bestätigt und zum Leben befreit.

Diese Lebenserfahrungen verdichten sich im Werk Edith Steins zu einem Menschenbild, das geprägt ist von den Grundwerten des Lebens, der Freiheit, der Wahrheit und der Liebe. Leben gestaltet sich aus der Tiefe der Person heraus, es braucht Freiraum, um sich zu entfalten. Leben vollzieht sich nach bestimmten Gesetzmässigkeiten und muss durch Grenzen geschützt werden. Schon das sind Wahrheiten – an Wahrheit will der Geist sich orientieren. „Durch den Besitz der Wahrheit, durch die wir alle Güter kennen, werden wir glücklich und frei. Dies ist unsere Freiheit, wenn wir der Wahrheit unterworfen sind.“ Dieses paradoxe Verhältnis von Wahrheit und Freiheit durchzieht das Werk Edith Steins; es lässt uns den zentralen Wert erahnen: den einzelnen Menschen und seine Individualität: „Einen Menschen lieben heisst auf seinen personalen Wert antworten und an diesem Wert Anteil gewinnen, darüber hinaus: ihn zu hüten und zu bewahren.“ Aus dieser Erkenntnis lässt sich ein zentrales Bildungsziel herauskristallisieren: Bildung ist die Formung eines Menschen in allem, was ihn ausmacht: in Freiheit und Geistigkeit, mit seiner Lebenskraft und seiner individuellen Eigenart, mit seiner Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen und zu lieben – in seinen seelischen und körperlichen Kräften.

Doch das Leben bringt Brüche mit sich, wenn das Leben in die Hände und die Willkür des Menschen gelegt wird, wenn die Freiheit sich absolut setzt und rücksichtslos wird, wenn die Liebe ihr Gegenüber ausnutzt und die Wahrheit in der Informationsfülle untergeht. Brüche verursachen Wunden, die Versöhnung nötig machen. Der Schuldige und sein Opfer müssen sich der Wahrheit stellen, dass etwas zerbrochen ist, dass der eine die Freiheit missbraucht und der andere in der Freiheit begrenzt wurde, dass die Liebe verletzt wurde und damit Leben zerbrach. Versöhnung ist komplex; sie macht aber ein neues Leben möglich. Die Erziehung zur Versöhnung stellt also ein zweites Bildungsziel dar, das aktueller ist als je zuvor. Edith Stein lebte diese Versöhnung vor, indem sie ihre eigene Lebenshingabe, noch bevor sie der grausame Tod in Auschwitz ereilte, als Versöhnungsgabe deutete: für die Unversöhnlichkeit des deutschen Volkes und die noch ausstehende Messiasankunft im jüdischen Volk. Beiden Völkern gehörte sie an – und vielleicht ist das die tiefste Versöhnung, dass jeder Mensch in sich zur Einheit bringt, was ihn zu zerreissen droht.

Mit den beiden Bildungszielen, Entfaltung des Menschseins und umfassende Versöhnung, die die Referentin, die Theologin und Philosophin Mariéle Wulf, dem Bildungshaus zum Jubiläum ins Stammbuch schrieb, ist dieser Einrichtung auch für die nächste Dekade eine umfangreiche Aufgabe sicher.

 

Grußwort Sommer 2015

Parchim im Juni 2015

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

am 22. August feiern wir das 20jährige Bestehen des Edith-Stein-Hauses. In einem Festgottesdienst wollen wir Gott dafür danken, dass wir einen kleinen Beitrag für den Erhalt und die Erneuerung der Kirche in Mecklenburg und darüber hinaus im Erzbistum Hamburg leisten konnten. Der Beginn der Vorläufereinrichtung, des St. Nikolaus-Stiftes, liegt genau 90 Jahre zurück. Sie stand nicht nur kirchlich gesehen vor schwierigen Aufgaben. Als Kommunikantenanstalt, eine private Schule zur religiösen Unterweisung der zumeist polnischen Landarbeiterkinder, gegründet, musste sie von Anfang an unter problematischen wirtschaftlichen Bedingungen existieren. Aber sie konnte ihren Auftrag erfüllen, Kinder auf den Empfang der Sakramente vorzubereiten. Das war nicht nur dem Engagement der „Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens“ zu verdanken, sondern auch den jeweiligen Ortspfarrern und vielen ehrenamtlichen Helfern und Stiftern. Zu Beginn der NS-Zeit wurden die meisten Polen von den Gütern vertrieben und die Kommunikantenanstalt als Privatschule geschlossen. In der Parchimer Gemeindechronik ist zu lesen, dass der damalige Ortspfarrer resignierend zu Protokoll gab, dass die Kirche nun leer wäre und die Gemeinde eigentlich aufgelöst werden müsste. Doch mit dem Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen füllte sich die Kirche wieder und es mussten sonntags in der Pfarrkirche mehrere Gottesdienste gefeiert werden. Damit bekam auch das Nikolausstift neue Aufgaben. Schon zwischen Weihnachten und Neujahr 1945 fanden die ersten Exerzitien statt. Ab 1950 wurde es unter Leitung der Jesuiten Exerzitienhaus und ab 1971 Bischöfliches Exerzitien- und Bildungshaus. Mit der Wende und den neuen politischen und materiellen Möglichkeiten wurde 1994 der Grundstein für das Edith-Stein-Haus als Exerzitien- und Bildungshaus gelegt. Im Mai 1995 fanden die ersten Kurse statt. Das wollen wir feiern und darum bitten, dass das Haus auch in Zukunft den Menschen helfen kann, ihren Auftrag in Kirche und Welt zu erfüllen.

Mit sommerlichen Grüßen

Dorothea Dubiel, Rektorin

Dr. Stephan Handy, Diakon

20 Jahre Edith-Stein-Haus – das katholische Bildungs- und Exerzitienhaus feiert Geburtstag

Schätze der Spiritualität

Veröffentlicht auf Neue KirchenZeitung (http://www.neue-kirchenzeitung.de)

Ein runder Geburtstag im Parchimer Bildungs- und Exerzitienhaus: Vor 20 Jahren wurde der Neubau eingeweiht. Er bekam den Namen „Edith-Stein-Haus“. Am vergangenen Samstag wurde der Geburtstag gefeiert: mit einem Gottesdienst, mit Musik, gutem Essen – und natürlich Bildung. 

Weihbischof Norbert Werbs und Diakon Stephan Handy beim Festgottesdienst zum 20-jährigen Bestehen des Edith-Stein-Hauses.  Foto: Volkstaedt

Weihbischof Norbert Werbs – er gehört auch im Ruhestand noch zu den Stammreferenten des Bildungshauses – erklärte im Gottesdienst, warum dieses nach der jüdischen Philosophin, Ordensfrau und Märtyrerin Edith Stein benannt ist. Sie fand den Weg vom Atheismus zum Glauben, sie verbindet jüdischen und christlichen Glauben, und sie war Wissenschaftlerin. „Diese Eigenschaften passen zu einem Bildungshaus in der Diaspora“, sagt Diakon Dr. Stephan Handy, langjähriger Leiter des Hauses. 

Wie viel Edith Stein passend zur Gesellschaft der Gegenwart, in einer Situation der Unübersichtlichkeit, der Beliebigkeit und der unsicheren Beziehungen zu sagen hat, verdeutlichte die Festrednerin Prof. Claudia Mariéle Wulf. Mit der in der Schweiz und in Holland tätigen Theologin hatte die Feier eine der führenden Edith-Stein-Forscherinnen der Gegenwart gewonnen (Festvortrag zum Jubiläum). Vielleicht ist das Werk Edith Steins ein Schatz christlicher Spiritualität, der im Bewussstsein der Nachwelt noch gehoben werden muss. 

Parchim ist nicht erst seit 20 Jahren ein Ort der katholischen Erwachsenenbildung. Schon vor 90 Jahren hatte das St. Nikolausstift, wenige Meter vom heutigen Standort entfernt, eine Reihe von Bildungsaufgaben. In der „Kommunikantenanstalt“ wurden damals Kinder unterrichtet. Nach dem Krieg fanden dort Exerzitien unter Leitung von Jesuitenpatres statt. Ab 1971 wurde das Nikolausstift „Bischöfliches Exerzitien- und Bildungshaus“. Nach der Wende entsprach das Gebäude weder den Anforderungen an ein Altenheim noch an ein modernes Bildungszentrum. Zwei neue Häuser wurden gebaut. Das Altenheim behielt den Namen St. Nikolaus.  

In den vergangenen 20 Jahren hat sich viel getan. Exerzitien, Ehekurse, Podiumsdiskussionen, Fortbildungen für Schülersprecher und Nachwuchs-Journalisten, Familienferien, Seniorenstudium, Singetage, Hausmusiktreffen, Behindertenfreizeiten, Einführungen in das „angstfreie“ Arbeiten mit neuer Computertechnik: Die Liste der Programmpunkte ist sehr lang. Dazu nutzen zahlreiche „Mieter“ das Haus. Kirchliche Gruppen, aber auch andere, wie etwa die Polizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern – denn Diakon Stephan Handy ist Polizeiseelsorger. Kein Wunder, dass die Profi-Musiker des Polizeiorchesters am Nachmittag im Edith-Stein-Garten aufspielte. 

Walerij Grischanow (links) erklärt die Kunstwerke einer kleinen Festausstellung.  Foto: Hüser

Eine besondere Spezialität des Edith-Stein-Hauses ist der lange Kontakt zur russischen Ikonen-malschule um Walerij Grischanow. Der Künstler gilt auch in Russland als einer der bedeutendsten Ikonenmaler. Etliche Kurse hat er in Parchim geleitet. „Als ich zum ersten Mal hier war, war meine Aufgabe terra incognita (lat. unbekanntes Land). Ich wusste nicht: Deutschen das Malen von Ikonen zeigen – wie wird das gehen?“ Heute kommen selbst Lehrer des Ikonenmalens nach Parchim, um von Grischanow zu lernen. Der Meister ist überzeugt: So schwierig ist das mit den deutschen Malschülern gar nicht. „Die meisten kennen die biblischen Motive sehr gut.Was die Spiritualität betrifft, brauchen sie keine Hilfe. Und ich fühle mich mittlerweile hier wie zu Hause.“ Der nächste Ikonenkurs mit Grischanow ist übrigens schon im Herbst: vom 15. bis 20. November. 
 
Text: Andreas Hüser
 

Copyright 2015, Neue KirchenZeitung

Ostergruß 2015

Parchim, den 12.4.2015


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde, 

im Mai sind es 20 Jahre her, dass das Edith-Stein-Haus mit seiner Arbeit begann. Am 5. Mai 1995 startete der erste Kurs. Doch das Haus konnte damals noch nicht voll belegt werden, da die Räume im Untergeschoss wegen eines Bauschadens gesperrt waren. Am 15. Mai wurde dann durch Weihbischof Norbert Werbs die Kapelle konsekriert. Erst im März 1996, nach Beseitigung der letzten Baumängel, weihte Erzbischof Ludwig Averkamp das ganze Haus feierlich ein. Die Hausbelegung in den ersten Jahren war ausgezeichnet, da auf Veranstaltungsformen, Kontakte und Referenten der Vorgängereinrichtung, des Nikolausstiftes, aufgebaut werden konnte und neue Veranstaltungsformate großen Anklang fanden, besonders die Ost-West-Seminare zur geistigen Überwindung der deutschen Teilung. Aber auch Seminare, die Inhalte vermittelten, die in der Zeit des Kommunismus verboten oder mangels geeigneter Referenten nicht zugänglich waren, fanden regen Zuspruch. Schwester M. Magdalena und Schwester M. Hiltrud von den Missionsschwestern vom Heiligen Namen Mariens (Netter Schwestern) leiteten die Hauswirtschaft und garantierten einen nahtlosen Übergang vom alten Exerzitienhaus auf das neue Edith-Stein-Haus. Die geistliche Begleitung lag damals in den erfahrenen Händen von Prälat Heinz Joachim Justus und Pater Christian Geisler. Dadurch war immer ein Priester im Haus als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Mitarbeiter in Büro und Hauswirtschaftsbereich wurden anfangs durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilweise ausgebildet und finanziert. Das entlastete den Haushalt erheblich und half, die Teilnehmerbeiträge niedrig zu halten. Das war auch wichtig, denn die Einkommen in den damals neuen Bundesländern waren noch gering.

Nach nunmehr 20 Jahren Edith-Stein-Haus schauen wir mit Dankbarkeit auf eine erfüllte Zeit mit Höhen und Tiefen zurück und hoffen unter geänderten Rahmenbedingungen, auch weiterhin für die Menschen in unsere Kirche, in unserem Bundesland und darüber hinaus in ganz Deutschland einen Beitrag zur geistigen und geistlichen Stärkung und Erneuerung zu leisten. Das wollen wir am 22. August feiern und laden Sie dazu jetzt schon ganz herzlich ein. Weiter Informationen werden folgen.

Mit österlichem Gruß

Ihr

Dr. Stephan Handy
Diakon

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