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Edith Stein

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Edith Stein wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau als elftes Kind der frommen Juden Siegfried und Augusta Stein-Courant geboren.
Nach dem Gymnasium studierte sie u.a. Geschichte, Psychologie und Philosophie.
Die Suche nach der Wahrheit über den Menschen faszinierte sie. Im Jahr 1913 ging sie nach Göttingen, um Vorlesungen zu hören bei dem Philosophen Prof. Edmund Husserl. Im Jahre 1916 schloss sie ihr Studium in Freiburg mit dem Prädikat „summa cum laude“ ab.
Andere bemerkenswerte Aspekte in ihrem reichen Leben waren die Lehraufträge in Breslau, Spiers und Münster, ihre Arbeit als Assistentin von Prof. Husserl und immer wieder das Gebet, in dem sie starken Rückhalt fand. Ein Wendepunkt in ihrem Leben war ihr Übertritt in den katholischen Glauben, nachdem sie die Autobiographie der Hl. Teresia von Avila gelesen hatte.
Edith Stein wurde am 01. Januar 1922 in Bergzabern getauft, als Taufname wählte sie „Teresia“. Jahrelang war sie Lehrerin der Dominikanerinnen an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Speyer. Neben der Tätigkeit hielt sie pädagogische Vorträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Stelle als Dozentin am Deutschen Institut für Wissenschaftliche Pädagogik in Münster musste sie 1933 auf Grund des Nichtariergesetzes aufgeben. Am 14. Oktober 1933 trat sie mit großer innerer Ruhe als Schwester „Teresia Benedicta a Cruce“ in den Karmel von Köln ein.
Von 1934 bis 1942 entstanden ihre bedeutendsten Werke, u.a. „Endliches und Ewiges Sein“; „Kreuzeswissenschaft“.
Edith Stein verbrachte geraume Zeit innerhalb der Mauern des Karmels in Echt. Sie lebte dort vom 31. Dezember 1938 bis zum 02. August 1942, dem Tag, an dem sie zusammen mit ihrer Schwester Rosa durch die Gestapo verhaftet und deportiert wurde. Sie starb schließlich den Märtyrertod durch grausame Vergasung im KZ Auschwitz.
Am 01. Mai 1987 wurde die Karmeliterschwester Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) vom Papst Johannes Paul II. in Köln selig gesprochen. Auf dem Petersplatz in Rom erfolgte durch den selben Papst am 11. Oktober 1998 die Heiligsprechung.